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21. September 2021
Lesotho heißt ein Binnenland im südlichen Afrika. Das Königreich wird komplett von der Republik Südafrika umschlossen. Die Hauptstadt heißt Maseru. Aufgrund seiner Höhenlage wird Lesotho ("Land der sothosprechenden Menschen") auch im Volksmund "Das Königreich im Himmel" genannt.
Gestatten: Oswald Hosestaldt mein Name. Ich bin Forschungsleiter bei den Stadtwerken Pechstadt, dem deutschlandweit bislang einzigen Gas-, Wasser- und Energieversorger, der Forschung betreibt - und das auch von Europa, Bund und Land finanziell gefördert wird.
Im Rahmen der staatlichen Entwicklungshilfe bin ich jetzt auf dem Weg ins südliche Afrika, nach Lesotho, um genau zu sien.
In diesem höchstgelegenen Staat Afrikas gibt es nämlich ein Problem, müssen Sie wissen, liebe Leser: Es hat schon lange nicht mehr geregnet; Schnee und Eis kennt nur noch die Urgroßelterngeneration (von denen es allerdings noch zahlreiche Angehörige gibt).
"Der Boden ist natürlich staubtrocken und steinhart," kleint Landwirtschaftsminister Johne Mihunga. "Wir können kein Obst, Gemüse und Getreide mehr anbauen, Milch gibt es auch kaum noch. Wir sind jetzt schon komplett von der Republik Südafrika abhängig und suchen nach Alternativen."
Wir, die Stadtwerke Pechstadt, sind sehr experimentierfreudig und gut darin, phatasievolle und kreative Ideen zu entwickelt.
Bei Lesotho hatten wir anfangs Schwierigkeiten. Wie kriegen wir das ganze Wasser in die Berge hoch? Mit archimedischen Schrauben? Pumpen? Eimerstaffetten?
Alles viel zu kompliziert und aufwendig. Wir haben uns schlußendlich an dden deutschen Erfinder, Tüftler und Zukunftsroman-Schreiber Hans Dominik erinnert. In einigen seiner Bücher vibt es Möglichkeiten, mittels chemischer Einrichtungen Schnee, Wasser und Kälte zu erzeugen.
Also fragten wir in der Hans-Dominik-Stiftung nach: "Gibt es im Nachlaß des Schriftstellers Aufzeichnungen, wie diese chemischen Keulen funktionieren?" Wir hatten Glück. "Ja, die gibt es. Sie sind vollständig und vor allem: leserlich überliefert."
Wir besorgen uns Kopien davon und begannen mit den Experimenten. Und siehe da: Zumindest bei uns funktioniert alles wunderbar. Fügt man die Substanzen auf die richtige Art und Weise zusammen, bilden sich ganz schnell Wolken am Himmel. Und wenige Augenblicke später regnet es wie aus Kübeln - ein Wunder der deutschen chemischen Ingenieurskunst"
Nun möchte ich ausprobieren, ob es im Hochgebirge von Afrika auch funktioniert.
(3 Monate später ist Oswald wieder auf der Rückreise)
So eine gottverdammte Hacke. Jetzt muß ich wieder zurück nach Pechdorf. Und das, obwohl ich erfolgreich war. Sehr erfolgreich sogar. Ich konnte den Regen herbeizaubern.
Ich muß wohl übertrieben haben. Es regnete viel, so viel, daß sich selbst die Urgroßelterngeneration nicht daran erinnern konnte, wann so viel Regen vom Himmel fiel Es bildeten sich kleinere und größere Seen, Flüsse und Bäche führten wieder Wasser. Tagelang schien keine Sonne, so bewölkt wie es war. Die ersten sehenswerten Wasserfälle entstanden.
Das Problem dabei: Die Böden sind jetzt aufgeweicht. Seine Majestät der König befürchtet, daß seine Berge dauerhaft Schaden nehmen, zerbröckeln und er den bisherigen Schutz vor südafrikanischen Eindringlingen verliert.
Seine Aufforderung: Ich soll jetzt für 2 Jahre nach Hause nach Pechstadt zurückkehren. Dann soll ich wiederkommen und nachschauen, ob wieder Wasser gebraucht wird. Vielleicht kann ich ja auch ein paar Fischwirte mitbringen. Die können dem König von Lesotho dann zeigen, wie lecker die Meeresbewohner sein können.